Rechtsextremistische Großdemonstration am 16. Januar 2010 in Magdeburg
Rechtsextremisten nehmen Jahrestage der Bombardierung deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg seit einigen Jahren zum Anlass für Demonstrationen oder Mahnwachen.
Zum 65. Jahrestag der Bombardierung der Stadt Magdeburg im Zweiten Weltkrieg meldeten bekannte ortsansässige Rechtsextremisten im Namen einer "Initiative gegen das Vergessen" für den 16. Januar 2010 eine Demonstration im Zentrum Magdeburgs an.
Zum Zwecke der Mobilisierung zu dieser Veranstaltung war im Vorfeld im Internet eine eigene Homepage eingerichtet worden.
Die Veranstaltung, zu der etwa 1.000 Rechtsextremisten (2009: 720) aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren, lief ohne Zwischenfälle ab.
Vor dem selben Hintergrund hatten sich bereits am 15. Januar 2010 in Köthen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) 35 Rechtsextremisten an einer angemeldeten Mahnwache unter dem Motto "Wir Gedenken der Bombenopfer von Magdeburg" beteiligt. Die Teilnehmer zeigten dabei Fahnen und Transparente mit Aufschriften wie "Mord verjährt nicht. Ihr Opfer unser Auftrag", "Kein Vergeben. Wir Gedenken den Opfern des alliierten Bombenterrors vom 7. März 1945. Kein Vergessen" und "Der Himmel färbte sich blutrot... ...und Sie brachten Tod und Elend. Kein Vergeben, kein Vergessen". Auch diese Veranstaltung war ohne Zwischenfälle verlaufen.
