Neonazis in Hamburg: Kampagne "Jugend zu uns" von Bundesprüfstelle indiziert
In den letzten Jahren hat der Kameradenkreis "Neonazis in Hamburg" im Internet versucht, Jugendliche für eine Mitarbeit in der Kameradschaft zu gewinnen. Auch auf seinen "Schulhof-CDs" gab es Verweise auf die Internetseite. Auf Anregung des Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV) wurde diese Internetseite am 25.06.09 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien als jugendgefährdend indiziert.
Wie das LfV bereits im Verfassungsschutzbericht 2008 darstellte, versucht Tobias THIESSEN als Leiter des Aktionsbüro Norddeutschland für die Neonaziszene im Internet Nachwuchskräfte zu rekrutieren. Jüngere Anhänger des rechtsextremistischen Spektrums haben auf diesem Wege den Weg in die Szene gefunden, wenn auch nicht in dem von der Kameradschaft erhofften Maße. Insbesondere die schon mehrfach erfolgten kostenlosen CD-Verteilungen (siehe Neue rechtsextremistische "Schulhof-CD", siehe Verfassungsschutz warnt vor neu aufgelegter Schulhof-CD, siehe Innenbehörde warnt vor neuer CD mit rechtsextremistischer Musik) im Rahmen sogenannter "Schulhof-Aktionen" sprechen häufig Jugendliche an und führen sie an die Szene heran.
Das LfV Hamburg bittet um Hinweise, falls aktuell Werbematerial verteilt wird, das auf die Kampagne "Jugend zu uns" Bezug nimmt.
Stand: 13.07.09
