Erscheinungsformen

Rechtsextremistische Ideologie wurzelt in nationalistischem und rassistischem Gedankengut.  Die eigene, "völkisch" verstandene Nation wird als ein so wichtiges Gut ausgegeben, dass sich die Interessen anderer Nationalitäten, aber auch die Rechte des Einzelnen dem unterzuordnen haben.

Die eigene "Rasse" wird als höherwertig gegenüber anderen eingeschätzt, daher soll das deutsche Volk vor "rassisch minderwertigen" Ausländern und vor einer "Völkervermischung" bewahrt werden.

Dies ist die Weltanschauung von Ewiggestrigen und ihren neuen jungen Anhängern, die aus den Verbrechen und der Katastrophe des Dritten Reiches nichts gelernt haben. So genannte Revisionisten gehen soweit, den Nationalsozialismus zu verharmlosen, bis hin zur Leugnung der Massenvernichtung von Juden in Konzentrationslagern.

Nach Erkenntnissen der Verfassungsschutzbehörden gab es am 1. Januar 2006 bundesweit 182 rechtsextremistische Organisationen und Personenzusammenschlüsse in Deutschland. Ihnen gehören rund 40.000 Personen an, darunter ca. 10.000 gewaltbereite Rechtsextremisten und - mit steigender Tendenz - ca. 4.200 Neonazis.

Die Gefahr, die von den besser organisierten nicht-militanten Rechtsextremisten ausgeht, besteht vor allem in ihrer Agitation und Propaganda.

Auch wenn sie selber zumeist vor direkten Aufrufen zur Gewalt zurückschrecken und Lippenbekenntnisse zur Verfassung abgeben, so helfen sie doch, den Nährboden für Militanz zu verbreiten. Parolen wie "Ausländer raus", die Diskriminierung von Asylsuchenden, kaum verschleierter Antisemitismus und Rassismus, Verharmlosung des Dritten Reiches, Verachtung der Demokratie und Hetze gegen ihre Repräsentanten gehören zu deren typischen Auftreten. Zu nennen ist vor allem die "Nationaldemokratische Partei Deutschlands" (NPD).