Intellektuelle Rechtsextremisten bedienen sich in den von ihnen genutzten Medien unterschiedlicher Mittel zur Verfolgung ihrer extremistischen Ziele:
Rhetorische Tricks
Bezug nehmend auf aktuelle oder zumindest geläufige Themen wird versucht, mit einer geschickten Wortwahl Sachverhalte und Begriffe umzudeuten. Rechtsextremistische Ziele bleiben zumeist unerwähnt oder werden nur Gleichgesinnten offenbar. Das unmittelbare Ziel solcher Rhetorik ist der Brückenschlag zwischen konservativen Demokraten und Rechtsextremisten. Rechtsextremistische Zielvorstellungen sollen mit neuen, auch unverfänglichen Begriffen belegt oder bestehende Begriffe umgedeutet und in den politischen Diskurs der Bundesrepublik hinein getragen werden, um allmählich die Deutungshoheit über einzelne Themen zu gewinnen.
Die "Kunst des Andeutens"
Intellektuelle Rechtsextremisten wissen um die Strafbarkeit mancher rechtsextremistischer Positionen und meiden entsprechende eindeutige Aussagen. Sie bemühen sich daher, lediglich Bezug auf solche strafbaren öffentlichen Meinungsäußerungen zu nehmen, ohne sich selbst strafbar zu machen (Insinuation).
So setzen sich viele intellektuelle Rechtsextremisten für ein Mehr an Meinungsfreiheit ein, um so die Deckungsgleicheit ihrer Auffassungen mit denen des Holocaustleugners Ernst ZÜNDEL zum Ausdruck zu bringen. Oder sie propagieren die Abschaffung des Volksverhetzungsparagraphen im Strafgesetzbuch (§ 130 StGB), weil sie die öffentliche Diskriminierung ethnischer rund religiöser Minderheiten für legitim halten. Ein anderes Beispiel ist die Äußerung scheinbar berechtigter Kritik an der israelischen Nahostpolitik, über die antisemitische Positionen transportiert werden sollen.
Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch der von intellektuellen Rechtsextremisten geführte so genannte
Menschenrechtsdiskurs
Die Menschenrechte stellen ein beliebtes Angriffsziel des intellektuellen Rechtsextremismus dar. An vorderster Stelle wird dabei das Gleichheitsgebot des Grundgesetzes in Frage gestellt. Intellektuelle Rechtsextremisten leiten aus der Verschiedenartigkeit der Menschen das generelle Recht ab, diese unterschiedlich zu behandeln. Dies schließt eine Benachteiligung bestimmter Gruppen ein.
Die Ablehnung der Menschenrechte durch Rechtsextremisten macht in besonderem Maße deutlich, dass der für Rechtsextremisten ideale Staat keine Rücksicht zu nehmen gedenkt zum Beispiel auf das Leben, die körperliche Unversehrtheit und das Eigentum seiner Bürger und Einwohner.
Provokation
Neben diesen eher subtilen Vorgehensweisen greifen Rechtsextremisten gern zur Provokation, um auf diese Weise ein Maximum an Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dieses Mittels bediente sich besonders augenfällig die NPD-Fraktion im sächsischen Landtag, die mit ihren provozierenden Äußerungen im Plenum ganz offensichtlich lediglich auf Medienpräsenz bedacht ist.